Richtung München und Donau

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Posted by Giom | Posted in Auf dem Weg | Posted on 17-06-2012

Also available in: Englisch, Französisch

Ah die Donau!

Ich habe für Monate einen Traum gehabt: ein Wort in allen Sprachen zu hören: Donau, Danubio, Danube, Dunav, Dunarii….

Sie ist schön, sie ist majestätisch, man kann es sich nicht vorstellen! Es ist der längste Fluss Europas! (hm bzgl Volga lässt sich´s streiten).

Abe bevor ich mehr über den Fluss berichte, einige Worte zu der Strecke, die mich dorthin geführt hat:

Ich habe meinen Aufenthalt am Bodensee mit einem schönen Grillabend ausklingen lassen! Untergebracht war ich bei Michaelas Familie, einer Freundin aus EVS Zeiten in Rumänien. Zusammen mit ihrer Mutter, einer Freundin und ihr habe ich mir die Gegend etwas genauer angesehen. (siehe Interview). Mein Herz wäre gerne länger geblieben, aber meine Beine mussten wieder in die Pedale treten!

Der Kurs stand Richtung München! Richtung ist gut gesagt, es lagen 170 km vor mir! Ich überquerte die Grenze und kam in Bayern an, wo ich vereinzelt Berge und gefräßige Kühe vor dem Hintergrund der Alpen vorgefunden habe - wunderschön!

Um auch eine Unterkunft zu finden, habe ich vor einem großen Zweifamilienhaus das Spiel “Hallo, ich werde bei Ihnen übernachten” gespielt. Es hat wunderbar geklappt.

Der Rest der Reise kann eher mit der Beschreibung “maritim” untermalt werden. Es hat die ganze lange Reise über geregnet – und ich war klatschnass bis auf die Knochen! Und schlussendlich – ja, bin ich für eine gewisse Teilstrecke auf den Zug umgestiegen.

Doch ich schäme mich deshalb nicht! Das Fahrrad bedeutet nicht alles – sondern die Begegnungen – und schließlich wurde ich ja in München und Umgebung erwartet!

München ist eine große Stadt, wo jährlich im September das berühmte Bierfest “Oktoberfest” stattfindet (warum ein Oktoberfest im September stattfindet, weiß kein Mensch – ist aber so). 

Dort habe ich einen Tag verbracht, um anschließend Richtung Mariaposching weiterzufahren. Doch wo ist das? Wie kann es sein, dass ihr das nicht wisst?! Nein, Scherz – eine gute Freundin meiner Mutter erwartete mich dort.

So wird nun auch die Strategie ersichtlich, die mir so sehr weiterhilft! Die Strategie trägt den Namen: Ich kenne wen, den du (noch) nicht kennst – aber der dir helfen kann! Sollte jemand von euch Unterbringungsmöglichkeiten entlang meines Weges haben, bin ich natürlich für jegliche Unterstützung dankbar. Schreibt mir!

Zu diesem Zeitpunkt waren es noch 150 km, die ich in einer oder zwei Tagesetappen hinter mich bringen wollte, um bei der Donau anzukommen. Entlang der Isaar, der mich direkt zur Donau führte war ich mit ca 25-30 km/h unterwegs. Dabei habe ich meinen Streckenrekord mit einer Tagesstrecke von 190 km und einem Gepäck von 35 kg aufgestellt!

Ich bin um 21 Uhr bei George angekommen, der mich mit einem Tisch vollgeschmückt mit Bildern aus der Bretagne empfangen hat. Ich konnte mein Lachen und meine Rührung nicht zurückhalten.

Ich wurde begrüßt wie ein König – es wurde aufgetischt, alles vorbereitet, ein Journalist war zugegen und ein Vertreter einer Vereinigung gegen Mukoviszidose. Ihr werdet all´ das in einem in nächster Zeit folgenden Video zu sehen bekommen.

Aber nun genieße ich mein Bier am Ufer der Donau bei einem Feuerspektakel!

Fotos siehe Französiche Seite

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